Energiewende ist weit mehr als Windräder, PV- und Biogasanlagen

Derzeit laufen hitzige Debatten rund um die Stromtrasse, die quer durch Deutschland führen soll. Die Energiewende selbst ist aber weit mehr als nur die Nutzung von Ökostrom durch Windräder, Photovoltaikanlagen und Biogasanlagen. Denn zur Energiewende gehört auch die Energieeinsaprung ansich sowie eine saubere Heizenergie.

Ein Ergebnis des Forschungszentrums Jülich bestätigt dies: Rund 94 Prozent der Deutschen bringen mit dem Energiewende jedoch in erster Linie die etsprechenden Anlagen zur Stromgewinnung in Verbindung, also die Zunahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ergänzend dazu sind Themen wie der Atomausstieg oder der Netzausbau für sie ein präsenter Bestandteil des Themas Energiewende.
Gerade im Bereich Energiewende gibt es derzeit verschiedene Förderprogramme, allein 2014 hat das Bundeswirtschaftsministerium hier Programme in Höhe von 2,4 Milliarden Euro aufgelegt – finanziert aus dem Energie- und Klimafond sowie aus Steuereinnahmen. Im Gegensatz zur Ökostromumlage sieht man diese Posten jedoch nicht direkt auf der Stromrechnung.

Rund 40 Prozent des Stroms in Deutschland braucht man zum Heizen. Als Beispiel benötigt z.B. ein vierköpfiger Haushalt jährlich rund 1900 Euro für eine Ölheizung. In den letzten 6 Jahren hat sich diese Summe um 35 Prozent erhöht. Die Stromkosten liegen demgegenüber bei rund 1150 für einen entsprechenden Durchschnittshaushalt – d.h. sowohl für die heimischen Finanzen als auch die Klimaentwicklung würde dies eine deutliche Einsparung bedeuten.

Was ist also nun zu tun? Auch private Nutzer müssen mitwirken, denn bis 2020 sollen 14 Prozent der Heizenergie per erneuerbarer Energie stammen. Bislang hat man gerade einmal 10 Prozent geschafft – allerdings stagnieren die Anteile ein wenig.Der Wärmemarkt wurde in den letzten Jahren im Vergleich zum Strommarkt stark vernachlässigt, heißt es im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Statistiken zeigen, dass die Deutschen 2013 nicht einmal halb so viele Förderanträge für Wärmepumpen, Biomasseanlagen und Solarkollektoren gestellt haben wie 2007. Im vergangenen Jahr betrug das Fördervolumen knapp 160 Millionen Euro. Bis 2017 sollen 9 Prozent der Endenergie im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2005 eingespart werden.

Was bislang jedoch in der Diskussion fehlt – eine offene Debatte darüber, wie in Deutschland überhaupt Energie gespart und effiziet genutzt werden kann. Das Thema der Sanierungen (z.B. an Gebäuden) wird hier deutlich unterrepräsentiert.

 

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